Edel & robust – Leder

Bereits die bekannte Gletschermumie „Ötzi“ trug Schuhe, Bekleidung und eine Mütze hergestellt aus Leder. Bereits die Menschen vor 5300 Jahren stellten Gegenstände aus Leder her. Die gegerbte Tierhaut unterscheidet sich in Leder und Pelz. Von einem Pelz spricht man, wenn die Oberhaut oder die Haare noch vorhanden sind. Grundsätzlich wird die Tierhaut von Rind, Esel und Schwein als Leder bezeichnet. Kalbs-, Ziegen- und Schafshaut nennt man Fell.

Die Eigenschaften von Leder

Leder ist ein hochwertiges und edles Material. Es ist geschmeidig und trotzdem zäh, haltbar, fest und kann vielseitig eingesetzt werden. Das Naturprodukt ist relativ undurchlässig für Wasser, trotzdem atmungsaktiv. Handschuhe, Mützen mit Fellbesatz oder Straßenschuhe, Leder wird in vielen Produkten des Alltags verarbeitet.

Das weiche Glattleder von Kalb oder Schaf wird als Nappaleder bezeichnet. Es wird gefärbt und die Poren mit einer bestimmten Lösung geschlossen. Das macht das Leder unempfindlich gegen Verschmutzung und Nässe. Handtaschen und Koffer werden häufig aus Vachettenleder hergestellt. Das aus der Rinderhaut hergestellte Leder verändert seine Farbe, wenn es in Kontakt mit Wasser kommt.

Ziegenleder erkennst du an der typischen Narbenbildung durch die spezielle Anordnung der Deckhaarlöcher. Für die Herstellung von Möbelstücken, Dekoartikeln oder Teppichen wird auch Schafs- und Schweinsleder verwendet.

Schafsleder und -fell

Schafsleder ist vom Aussehen her dem Ziegenleder ähnlich. Verwendet wird es häufig zur Herstellung von Bekleidung, von Bucheinbänden oder auch Accessoires wie Geldbörsen. Es gibt deutliche Qualitätsunterschiede bei Schafsleder. Je nach Rasse, Klima und vorhandener Nahrung unterscheidet sich die Tierhaut.

Schafsfell wird vor allem zur Herstellung von wärmenden Kleidungsstücken genutzt. Im Einzelhandel findest du Handschuhe, Unterlagen für den Kinderwagen oder Felle für die eigene Couch im Wohnzimmer. Egal ob als Kleidungsstück oder Einrichtungsgegenstand, Schafsfell wird immer beliebter. Das Fell kann bis zu 30 Prozent Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass es sich kalt und unangenehm anfühlt. Die spezielle Struktur und Zusammensetzung von Schaf- und Lammfell bietet Bakterien keinen Nährboden. Schmutz und Dreck werden abgestoßen, eine häufige Reinigung wird unnötig. Lammfell wird deshalb oft in der medizinischen Pflege eingesetzt.

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